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Nach Berichten von tagesschau.de arbeitet das CDU-geführte Familienministerium am Ehegattensplitting. Dem Bericht kann man aber leider nicht entnehmen, was genau sich Ministerin von der Leyen vorstellt.
Zwanzig Prozent der Gelder aus dem Ehegattensplitting gingen an Paare
ohne Kinder, andererseits wachse aber jedes vierte Kind nicht in einer Ehe
auf, soll von der Leyen zur Zeitung „Mannheimer Morgen“ gesagt haben. Gleichzeitig soll ein Sprecher betont haben, dass das Ehegattensplitting nicht zur
Disposition stünde, es gehe um eine Erweiterung um eine Familienkomponente.
Das klingt dann wiederum so, als ginge es nur um eine Unterscheidung von kinderlosen Eheleuten und verheirateten Paaren mit Kindern! Bei der Einkommenssteuer die Kinder zu berücksichtigen statt den Familienstand und so auch Unverheiratete in das Splitting miteinzubeziehen, wäre meiner Meinung nach eine viel vernünftigere und aufgeklärtere Herangehensweise und gleichzeitig ein wichtiger Schritt für schwule und lesbische Eltern, denen die Ehe sicher auf längere Zeit noch verwährt bleiben wird. Aber irgendwie sieht es danach aus, als würden die 25 Prozent der Kinder, die nicht in Ehen aufwachsen, doch weiter außen vorgelassen.
Siehe auch das hier
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Die Beweiskraft des Argumentes von der Ehe als die Kinder-Produktionsstätte schlechthin, welches allzu gern auch von höchsten Richtern hervorgebracht wird, schwindet: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren 2005 29 Prozent der lebendgeborenen Kinder Sprößlinge von nichtverheirateten Eltern. In Ostdeutschland sieht die Situation sogar noch ganz anders aus. In Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise lag der Anteil der Nicht-Ehe-Geburten sogar bei 63 Prozent. Zu den Jugendlichen gibt das Bundesamt an, dass 2005 23 Prozent der 14- bis 17-Jährigen bei Alleinerziehenden oder nichtverheiraten Eltern aufwuchsen. Es wird endlich Zeit, dass die Politik diese Familien genauso anerkennt und Ermäßigungen wie das Ehegattensplitting an den Kindern orientiert und nicht am Familienstand der Eltern!
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Die FDP denkt die Steuerfrage schon weiter. Statt die Eingetragenen Partnerschaften besserzustellen als bisher, sollen Steuervorteile abhängig von den Kindern gewährt werden: „Es macht … keinen Sinn, ein nicht mehr zeitgemäßes Instrument wie das Ehegattensplitting noch auszuweiten, wenn man es eigentlich abschaffen will.“ Das ist genau richtig. Und bis dahin bleibt die Ungleichbehandlung bestehen? Thema Adoption: Die MV-FDP möchte lieber einen Gang zurückschalten und zunächst einmal Erfahrungen mit der Stiefkindadoption sammeln. Auch die anonyme Samenspende an Lesben sieht man eher skeptisch, obwohl die Spende an Frauen in heterosexuellen Partnerschaften in seltenen Fällen erlaubt sei. Es wird argumentiert, dass das Recht des Kindes, seine Herkunft zu kennen und sicheren Unterhalt zu erhalten, stärker wiege. Anpassungen im Bundesbeamtenrecht fänden die Unterstützung des FDP, heißt es.
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Auch die Grünen setzen sich in Fragen der Steuern und der Adoption für die Gleichstellung der Eingetragenen Partnerschaft mit der Ehe ein. Für den Fall der Beteiligung an der Landesregierung würden die Grünen eine entsprechende Bundesratsinitiative des Landes forcieren.
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Zusammen mit der SPD hat die Linkspartei.PDS in Meckl.-Vorpommern also für eine Anpassung des Landesbeamtenrechts gesorgt. Auch zur Anpassung in Sachen Steuern, Adoption und Bundesbeamtenrecht äußert sich die MV-Linke eindeutig positiv. Nicht schlecht.
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Interessant ist auch die Aussage der SPD zur Diskriminierung im Steuerrecht: Sie unterstützen Vorlagen im Bundesrat, wenn die „erforderlichen Mehrheiten Aussichten auf Erfolg versprechen“. Als ob man Dinge nicht auch so unterstützen könnte. Zum Adoptionsrecht eine Aussage, mit der man sich mal näher beschäftigen müsste: Das Justizministerium in Berlin sähe hier keinen Spielraum, weil das „Europäische Übereinkommen über die Adoption von Kindern“ von 1967 dies nicht erlaube. Zum Thema Beamtenrecht eine sehr schöne Sache: Die SPD-Links-Regierung hat vor Kurzem die verpartnerten Landesbeamten den verheirateten gleichgestellt.
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Im September sind Landtagswahlen in Meckl.-Vorpommern und der LSVD hat die MV-Parteien zu deren Einstellungen zur Gleichstellungspolitik befragt. Im ersten Moment dachte ich, wie fortschrittlich gibt sich denn die CDU hier?! Aber ich hatte mich verlesen. Bei der Aufhebung der verbleibenden Diskriminierungen gegenüber anderen Partnerschaften las ich zunächst „… CDU wird alle diesbezüglichen Gesetzesvorlagen … unterstützen.“ Krass, denk ich. Aber beim zweiten Lesen macht es wieder Sinn: „alle diesbezüglichen Gesetzesvorlagen, die im Bundestag die Zustimmung von CDU/CSU und SPD erhalten haben.“ Man hält sich raus und vertraut darauf, dass die Bundes-Union schon keine Gleichstellung zulassen wird – oder es ist ihnen wirklich egal.
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