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Beiträge vom Oktober 2006

Schwullesbische Beziehungen: Forschungsergebnisse

29. Oktober 2006 · 1 Kommentar

Ein Artikel der Washington Times referiert verschiedene Studien zu Beziehugen von Schwulen und Lesben. Hier die  Ergebnisse zusammengefasst:

  • Beziehungen von Amsterdamer Schwulen nicht älter als 30 halten durchschnittlich zwischen einem dreiviertel Jahr und zweieinviertel Jahre (Quelle: Maria Xiridou et al. 2003)
  • Amsterdamer Schwule in festen Beziehungen haben 6 bis 10 Sexualkontakte (wahrscheinlich pro Jahr) außerhalb der Partnerschaft (Quelle: Maria Xiridou et al. 2003)
  • In einer Studie von 1984 wurden schwule US-Paare befragt. Ihre Beziehungen hatten eine Dauer zwischen ein und 37 Jahre. Alle Paare mit einer Beziehung von mehr als fünf Jahren hatten Verabredungen getroffen, wie sexuelle Aktivitäten außerhalb der Beziehung funktionieren können. Treue wurde von den Paaren nicht als sexuelle Monogamie verstanden, sondern als emotionale Bindung. (Quelle: David P. McWhirter 1984)
  • Eine Analyse von US-Census-Bureau-Zahlen hat ergeben, dass 40 Prozent der schwulen und lesbischen Paare schon mindestens fünf Jahre zusammen gelebt hatten, im Vergleich zu etwa 60 Prozent bei heterosexuellen Beziehungen. Gates sieht Hinweise, dass die Stabilität schwullesbischer Beziehungen mit zunehmender Akzeptanz wächst. (Quelle: Gary J. Gates 2004)
  • In jedem vierten schwulen US-Haushalt leben Kinder bzw. bei 38 Prozent aller lesbischen Paare. Bei heterosexuellen Paaren sind es 48 Prozent. (Quelle: Gary J. Gates 2004)
  • „Nur“ 34 Prozent der Vermonter Schwulen in festen Partnerschaften und 50 Prozent der Schwulen in Eingetragenen Partnerschaften fanden sexuelle Aktivitäten außerhalb der Beziehung nicht akzeptabel, während dies bei 79 Prozent der verheirateten Männer der Fall war. Bei Frauen gab es kaum Unterschiede in ihrer ablehnenden Haltung. (Quelle: University of Vermont)

Kategorien: Studien

International: Schwule und Lesben in USA drittgrößte Gruppe unter Hate-Crime-Opfern

18. Oktober 2006 · Kommentar schreiben

Zahlen des FBI haben ergeben, dass Schwule und Lesben die drittgrößte Gruppe unter den Opfern sogenannter Hate-Crimes ausmachen. Mehr als 50 Prozent dieser Verbrechen wurden aus rassistischen Motiven begangen, 17 Prozent aus religiösen. In 14 Prozent der Fälle wurden Menschen angegriffen, weil sie schwul oder lesbisch waren (oder erschienen?). Skandalöserweise hat der US-Senat es noch im Frühjahr abgelehnt, Schwule und Lesben in die Hate-Crime-Gesetzgebung mit aufzunehmen.

Kategorien: International · Studien

Religiöse: Norwegische Christen machen sich lächerlich

18. Oktober 2006 · 3 Kommentare

Eine Ausstellung im norwegischen Oslo erhitzt die Gemüter so mancher Christen. Das Naturkundemuseum zeigt eine Zusammenstellung homosexuell lebender Tierpärchen. Von konservativen Gläubigen wurde die Dokumentation aus dem Tierreich verurteilt. Böse Tiere! Es kann halt nicht sein, was nicht sein darf.
(via dbna.de)

Mehr dazu bei Spiegel Online

Kategorien: Religiöse

Polens Präsident: Von einer Kartoffel lernen

18. Oktober 2006 · 1 Kommentar

In einem Interview mit der Times spricht Polens Präsident Lech Kaczynski auch über seine Ansichten zur Homosexualität. Eine Übersetzung vom englischen Diplomatischen ins Deutsche:

“I do not believe homosexuals should be discriminated against. I have people with different sexual orientation in the circle of my private friends,” although “they are not activists”. 
Es ist nicht hinnehmbar, wenn Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit auftreten. Wenn sie sich im stillen Kämmerlein treffen, so soll mir das egal sein.

“I have heard that they (homosexuals) are over-represented in the army.” He is against discrimination on the basis of sexuality in the armed forces too, he said. “But if you had an officer who tried to have an affair with a young conscript (national service), then that would be inadmissable.” 
Es gibt zu viele Schwule in unserer Armee. Das Problem ist, dass diese Offiziere gar nicht anders können, als unsere Wehrpflichtigen sexuell auszunutzen. Unsere Söhne, die wir ihnen anvertrauen, zwingen sie zu widerwärtigen sexuellen Praktiken!

He is “not a doctor, not a sexologist, not an expert” on the causes of homosexuality, he pointed out, but he fears that activists may promote it. “I have 57 years of age behind me, and I have seen men dating girls and then I find that they are of a different orientation.” If the numbers of homosexuals rose, he said, “relations between men and women would be turned upside down” and “mankind would be doomed to extinction”.
Ich habe keine Ahnung, was sexuelle Orientierung ist, und es interessiert mich auch nicht. Aber wenn Schwule und Lesben öffentlich auftreten, und unsere Kinder alle homosexuell werden, wie soll das dann noch funktionieren?

Kategorien: International

International: Wieder Osteuropa: Litauens Parlament plant Rundfunkzensur

12. Oktober 2006 · Kommentar schreiben

Schwule und Lesben sollen nach Plänen eines litauischen Parlamentsausschusses aus Jugendschutzgründen aus Film und Fernsehen verbannt werden. Darauf weist die litauische Homo-Gruppe LGL hin. Die Ausschussvorsitzende Audrone Pitreniene betonte jedoch, dass die Pläne noch nicht verabschiedet seien. Bizarrerweise ist Pitrenienes Arbeitspartei im europäischen Parlament Teil der liberalen Fraktion ALDE.
(via queer.de)

Kategorien: International

Schwule Führungskräfte zeichnen Volkswagen-Bank aus

12. Oktober 2006 · 2 Kommentare

Unter der Schirmherrschaft von Herta Däubler-Gmelin (SPD) hat der Völkinger Kreis, der Bundesverband schwuler Führungskräfte, die Volkswagen-Bank ausgezeichnet. Die Bank erhält den Max-Spohr-Managementpreis für ihren vorbildlichen Umgang mit Minderheiten. Einzelheiten finden sich in der Laudatio (PDF). Unter anderem gibt es bei der Volkswagen-Bank das Fachreferat Diversity Management, eine Betriebsvereinbarung und Seminare zu „Partnerschaftlichem Verhalten am Arbeitsplatz“, es gibt offen schwul oder lesbisch lebende Führungskräfte, die Volkswagen-Bank hat Partnerschaftsprogramme mit vollständiger Gleichstellung, und gleichgeschlechtliche Partner werden explizit zu Firmenveranstaltungen eingeladen.
(via queer.de)

Kategorien: Uncategorized

US-Sexualwissenschaftler sagt vor irischem Verfassungsgericht aus: Kinder mit Homo-Eltern entwickeln sich nicht anders als andere

12. Oktober 2006 · Kommentar schreiben

Das irische Verfassungsgericht hat in Sachen Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule Richard Green, einen emeritierten Professor der University of California, angehört. Der Sexualwissenschaftler vertrat die These, dass es keinen Unterschied in der Entwicklung von Kindern gebe, wenn sie bei homosexuellen statt bei heterosexuellen Eltern aufgewachsen waren. Viele Studien hätten dies bestätigt. In Irland kämpfen derzeit zwei Lesben um die Anerkennung ihrer kanadischen Ehe.
(via 365gay.com)

Kategorien: Studien

International: UN unterstützt schwule Gefangene in Kamerun

12. Oktober 2006 · Kommentar schreiben

Nach Protesten der International Gay and Lesbian Human Rights Commission und der International Commission of Jurists hat sich eine Arbeitsgruppe des UN-Hochkommissars für Menschenrechte mit der Verhaftung und teilweisen Verurteilung von elf schwulen Männern in Kamerun beschäftigt. Die UN-Gruppe kam zu dem Ergebnis, dass das Vorgehen der westafrikanischen Präsidialrepublik gegen internationales Recht verstoße. Der Internationale Pakt über Bürgerliche und Politische Rechte garantiert allen Bürgern ohne Unterschied Schutz vor willkürlicher Verfolgung. Die Festnahme aufgrund der angenommenen sexuellen Orientierung sei so eine willkürliche Verfolgung. Kamerun wurde aufgefordert, seine Rechtslage so zu ändern, dass sich eine solche Verfolgung nicht wiederholen könne.
(via 365gay.com)

Kategorien: International

International: Fidjis Religiöse fordern Verankerung von Diskriminierung in der Verfassung

3. Oktober 2006 · Kommentar schreiben

Nachdem das Verfassungsgericht von Fidji das dortige Sodomiegesetz im August 2005 als diskriminierend und damit verfassungswidrig erklärt hatte, haben sich nun 20 religiöse Gruppen, darunter auch Christen, an den Premierminister gewandt. Ihre Forderung ist die Änderung der Verfassung. Nur so könne verhindert werden, dass irgendwann durch von der Verfassung vorgeschriebene Gleichbehandlung die Öffnung der Ehe, die Einsetzung schwuler Priester und andere "unacceptable practices" erzwungen werden könnten. Stattdessen müsse das Recht zur öffentlichen Diskriminierung Schwuler und Lesben in der Verfassung verankert werden.
Die Religiösen stoßen damit nicht unbedingt auf taube Ohren bei der Regierung. Premierminister Qarase wird die Gruppen empfangen, und das verfassungswidrige Sodomiegesetz wurde auch noch nicht aufgehoben.
(via 365gay.com)

Kategorien: International · Religiöse

International: Nach Öffnung der Ehe in Spanien wird erstmals ein schwules Paar als Adoptiveltern anerkannt

1. Oktober 2006 · 2 Kommentare

Seit die Ehe in Spanien auch Schwulen und Lesben offensteht, haben bereits mehrere Lesbenpaare ein Kind adoptieren können. Mit den beiden Männern aus Barcelona ist nun erstmals auch ein schwules Paar offiziell zu Adoptiveltern erklärt worden.

Kategorien: International