Drei schwule Bürgerrechtsgruppen haben in den USA die nach eigenen Angaben bisher größte Anzeigenkampagne zur Gleichberechtigung gestartet. Die Aktion mit einem Volumen von 250.000 US-Dollar trägt den Titel „Marriage Matters“ und ruft durch Anzeigen in wichtigen US-Printmedien zur Gleichberechtigung in Sachen Ehe auf.
(via uk.gay.com)
Beiträge vom Juli 2006
International: US-Gleichberechtigungsbewegung startet Rekord-Kampagne
30. Juli 2006 · Kommentar schreiben
Kategorien: International
Studie: Mehr Depressionen bei HIV-Infizierten
30. Juli 2006 · Kommentar schreiben
Ein meines Erachtens wenig überraschendes Ergebnis hat eine Studie an der University of North Carolina/USA gebracht: HIV-Infizierte sind eher depressiv und veränstigt. Im Vergleich zur übrigen Bevölkerung hatten die Patienten doppelt bis dreimal so häufig Depressionen und Angstzustände.
(via uk.gay.com)
Kategorien: Studien
Bundeswehr diskriminiert Hotel aus Furcht vor Homo-Image (2)
26. Juli 2006 · Kommentar schreiben
Es gibt Neues zur Bundeswehr: Der Grund für die Diskriminierung von Hotels in schwulen Vierteln ist gelüftet. Dem Tagesspiegel zufolge sei es einzelnen Soldaten unangenehm gewesen, zwischen schwulen Bars und Shops untergebracht worden zu sein – daher der Ausschluss der Hotels.
Der FDP-Abgeordnete Michael Kauch will nachhaken und vom CDU-geführten Ministerium wissen, ob es denn „vergleichbare Regelungen für Übernachtungsmöglichkeiten in heterosexuellen Diskotheken- und Kneipenvierteln, in Vergnügungsvierteln wie der Reeperbahn in Hamburg oder in der Nähe von heterosexuellen Bordellen, Sexkinos, Table-Dance-Bars, Swinger-Clubs oder vergleichbaren Einrichtungen gibt.“ Sonderregelungen gegen Übernachtungen von Soldaten in der Nähe von Kneipen und Bars mit schwulen Besuchern seien inakzeptabel.
Friedbert Pflüger gibt sich derweil etwas zurückhaltender: Als er davon erfahren habe, habe er sofort eine Bewertung und eine Stellungnahme angefordert, mit denen er für diesen Donnerstag rechne.
(via queer.de)
Hintergrund: LGBT-friendly Companies
24. Juli 2006 · Kommentar schreiben
Diese Unterstützer der schwullesbischen Community sind mir aufgefallen (wird fortgeführt):
B
Berliner Pilsner (CSD Berlin 2006)
C
Coca-Cola (CSD Berlin 2006)
D
Deutsche Bahn (Max-Spohr-Managementpreis des Völkinger Kreis)
Deutsche Bank (Max-Spohr-Managementpreis des Völkinger Kreis)
F
Ford (der Klassiker , auch Preisträger des Max-Spohr-Managementpreis des Völkinger Kreis)
G
Germanwings (Zivilcouragepreis)
H
Heidepark Soltau (Rosa Tage)
M
MTV (Gay Day)
P
Phantasialand Brühl (Fantasypride, Snowpride)
R
RTL (andersTrend)
V
Volkswagen (Teddy Awards)
Volkswagen-Bank (Max-Spohr-Managementpreis des Völkinger Kreis)
Kategorien: _Hintergrund: LGBT-friendly Companies
Zivilcouragepreis des Berliner CSD verliehen
24. Juli 2006 · Kommentar schreiben
Wieder ist ein schwullesbischer Preis an prominente Politiker verliehen worden: Anlässlich des Berliner CSD haben Volker Beck von den Grünen und Margot von Renesse von der SPD den Zivilcouragepreis 2006 erhalten. Beide spielten eine zentrale Rolle u. a. bei der Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank!
Kategorien: Bündnis '90/Die Grünen · SPD
Bundeswehr diskriminiert Hotel aus Furcht vor Homo-Image
24. Juli 2006 · Kommentar schreiben
Die Bundeswehr möchte ihre Soldaten nicht in schwulen Gegenden übernachten lassen, heißt es dem Spiegel zufolge in einem Ministeriumsschreiben an den Petitionsausschuss. Daher sei ein Hotel, dessen Service ansonsten anstandlos war, von der internen Liste gestrichen worden. Die Soldaten, in Uniform und zu Fuß unterwegs, könnten ja gesehen werden, heißt es.
Die Begründung scheint hier zu Ende, aber als halbwegs intelligenter Mensch fragt man sich dennoch: Wo ist jetzt das Problem? Hat die Bundeswehr Angst, dass sogenannte anständige Bürger die Armee dann für einen Sündenpfuhl halten könnten? Oder findet man es stattdessen im CDU-geführten Ministerium eine Zumutung, in einem schwulen Viertel untergebracht zu werden? Was auch immer die Beweggründe sein mögen, eines ist klar: Die Chance, sich als offene und tolerante Armee zu profilieren, die kein Problem damit hat, zu seinen schwulen Landsleuten Kollegen und Landsleuten zu stehen und sich wie selbstverständlich auch im Schwulenviertel zu zeigen, ist vertan. Lieber entscheidet man sich für Diskriminierung.
Update: Friedbert Pflüger von der CDU möchte gern im September Klaus Wowereit als Berliner Bürgermeister ablösen. Um schwullesbische Stimmen zu gewinnen, präsentierte er sich zuletzt auf dem CSD als Unterstützer der Gleichberechtigung. LSVD und SPD haben Pflüger nun daran erinnert, dass er Staatssekretär im Verteidigungsministerium ist. Und tatsächlich, das ist doch die perfekte Chance zu beweisen, dass er es ernst meint mit der Unterstützung.
Kategorien: CDU/CSU
Studie: Jeder Vierte US-Schwule meidet Kondome
21. Juli 2006 · 2 Kommentare
Für die Studie „National HIV Behavioral Surveillance System“ hat das US-Gesundheitsministeriums 6.400 schwule Männer in Bars, Saunas und anderen schwulen Einrichtungen in 17 Städten befragt:
-
Knapp 60 Prozent derjenigen, die im letzten Jahr Sex hatten, gaben an, mit ihrem Lebensgefährten keine Kondome zu benutzen.
-
38 Prozent hatten ungeschützten Sex mit anderen Männern als ihren Lebensgefährten.
-
92 Prozenten hatten schon einmal einen HIV-Test gemacht.
-
43 Prozent hatten sich im letzten Jahr auf eine andere Geschlechtskrankheit hin überprüfen lassen.
-
75 Prozent hatten im letzten Jahr
mehr als einen Partnerverschiedene Sexualkontakte (entspricht ungefähr 4.800 Befragten), während weitere 3.600 Schwule nicht in die Studie mit aufgenommen wurden, weil sie im letzten Jahr gar keinen Sex hatten. -
42 Prozent nahmen im letzten Jahr illegale Drogen, der größte Teil davon (ca. 75 Prozent) Marihuana, jeder sechste Kokain und jeder siebte Heroin.
-
Und: Jeder siebte hatte im letzten Jahr auch Sex mit einer Frau…
Die Ergebnisse sind nicht für die Gesamtheit der Schwulen repräsentativ. Überrepräsentiert sind wie gesagt diejenigen, die im letzten Jahr überhaupt Sex hatten, und natürlich diejenigen, die gern in schwule Bars und Clubs gehen und Ministerien Fragen beantworten. Eine Aussage über Homos vs. Heteros lässt sich ebenfalls nicht treffen.
(via uk.gay.com)
Update: Die Überschrift „Jeder Dritte…“ war falsch. Es brauchte ein bisschen Zeit, bis ich darauf kam, und etwas Rechnerei, bis ich es korrigieren konnte. Jeder Vierte US-Schwule meidet der Studie zufolge Kondome. „Jeder Dritte“ bezieht sich nur auf diejenigen Schwulen, die im letzten Jahr Sex hatten. Und noch etwas: Njus hat insofern Recht, als dass ich die Aussage „mehr als einen Partner“ in einem Artikel zum Sexualverhalten gleich direkter hätte übersetzen können, allerdings, Njus, betrifft dies natürlich das Hetero-Milieu ganz genauso.
Kategorien: Studien
International: Kommt Indien voran?
21. Juli 2006 · Kommentar schreiben
Die Schwulenbewegung in Indien kommt jetzt möglicherweise schneller voran: Die Regierungsorganisation für die AIDS-Prävention, NACO, hat sich vor dem Obersten Gerichtshof für ein Ende des Verbots von Homosexualität ausgesprochen. Das Verbot, ein Relikt aus dem Britischen Kolonialrecht, bestraft "Sex wider die Natur" und erschwert damit die Präventionsarbeit erheblich. Indien soll nach UN-Angaben das Land mit den meisten HIV-Infizierten sein.
(via uk.gay.com)
Kategorien: International
International: Wieder CSD in Osteuropa verboten
20. Juli 2006 · Kommentar schreiben
Wieder einmal ist in Osteuropa ein CSD verboten worden. Diesmal wurde die Demo in Lettlands Hauptstadt Riga untersagt, wo allerdings das Verbot letztes Jahr vor Gericht nicht standgehalten hatte. Offiziell wurde angegeben, dass die Sicherheit der Demonstranten gegenüber gewaltbereiten Nationalisten und Religiösen nicht gewährleistet werden könne. Dies ist jedoch zum einen nicht glaubwürdig, da sich Riga immerhin in der Lage fühlt, während eines diesjährigen internationalen NATO-Treffens für Sicherheit zu sorgen. Zum anderen muss es vollkommen egal sein, von wo die Stadt Polizisten holen muss oder welche Vorkehrungen sie treffen muss, um eine friedliche Demo vor gewalttätigen Gegnern zu schützen. Das Recht auf Demonstrationsfreiheit muss bei weitem höher wiegen als die Kosten für die Stadt!
Nach Moskau und Warschau muss man sich fragen, was da los ist in Osteuropa. Dazu erlaube ich mir (allerdings ohne Belege!) eine These aufzustellen. Es verhält sich möglicherweise so, dass die vielen privaten und gesellschaftlichen Veränderungen, die die Wende mit sich gebracht hat, bei Vielen zu Perspektiv- und/oder Orientierungslosigkeit geführt hat. Diese haltsuchende Gruppe wird sehr aufgeschlossen sein gegenüber den nationalistischen und religiösen Gruppen, die Veränderungen aufzuhalten oder umzukehren versprechen – in diesem Fall (im Vergleich zur früheren Gesellschaftsordnung) die Aufwertung des Individuums. Dazu passen die Äußerungen des Moskauer Bürgermeisters Luschkow, der da meint, dass es so etwas wie eine gesellschaftliche Moral gibt, der sich der Einzelne unterzuordnen hat. Dies sei dann so etwas wie Demokratie, nur besser. Wenn dem so ist, dann könnte eine erfolgreiche wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung in Osteuropa vielleicht zu mehr Vertrauen in die Demokratie führen, so dass sich schließlich diejenigen Demokraten durchsetzen, für die Menschen- und Bürgerrechte auch eine Bedeutung haben. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Kategorien: International
Berlin: JVAs fragen nach sexueller Orientierung, SPD verspricht Änderung
20. Juli 2006 · Kommentar schreiben
Eine Anfrage der Berliner Grünen im Senat hat ergeben, dass die Justizvollzuganstalten der Hauptstadt beim „Einchecken“ die homosexuellen Neigungen der Insassen abfragen. Justizsenatorin Schubert von der SPD versprach, dass sich dies bald ändert.
(via queer.de)
Kategorien: Bündnis '90/Die Grünen · SPD